Postpartal – mein Herzensprojekt

Wenn die Hälfte der Menschheit im Laufe ihres Lebens von einer potenziellen Traumatisierung betroffen wären, dann könnte man glauben, dass dieses wichtige gesundheitspolitische Thema sehr ernst behandelt wird. Oder?

Leider nein.

Wenn man in sozialen Medien oder im Internet nach Schwangerschafts- und Geburtsrelevanten Themenkreisen sucht, so wird man überwiegend mit folgenden Schlagworten konfrontiert: schnell fit/schlank nach der Geburt, natürliche Geburt, Alleingeburt, sanfte Geburt usw. usw. Fügt man noch die von eigens spezialisierten Geburtsfotografen aufgenommenen Bilder hinzu, die den Geburtsvorgang in vielen Fällen romantisiert darstellen, so zeichnet sich eine bestimmte Überzeugung in den Köpfen der Betrachterinnen : „eine natürliche Geburt ist sanft und kraftvoll, die Frau ist selbstbestimmt in ihrem Gebärvorgang, das Erlebnis bringt die Gebärende ihrer ur-weiblichen lebensspendenden Kraft näher…“ usw. usw..

Eines vorweg: Ich wünsche jeder Frau eine beschwerdefreie Schwangerschaft und komplikationslose Geburt von Herzen! Aber was, wenn es nicht so ist?

Von 10 Frauen, die mir in der Praxis über ihre Gebärerlebnisse berichten, geben mindestens 8 unter vier Augen zu, dass „es eher nicht so schön“ war. Gleichzeitig berichten sie davon, dass in ihrem Umfeld kaum Verständnis für ihre Emotionen besteht. “ Das wird schon wieder“ bekommen sie zu hören, und „Hauptsache, das Kind ist gesund“. Sie sind mit ihrem Trauma sich selbst überlassen. Viele leiden seit Jahrzehnten an psychosomatischen Beschwerden und Schlafstörungen. Wie kann das sein? Natürlich ist es wichtig, dass das Kind gesund ist! Aber ist die (seelische) Gesundheit der Mutter gleichzeitig weniger wichtig? Wieso trauen sich so wenige Frauen, ihre Erlebnisse aufzuarbeiten? Wieso gibt es kaum professionelle Angebote? Es macht mich betroffen und wütend.

Aus dieser Motivation heraus entstand mein neues Programm (POSTPARTAL), speziell auf Frauen nach schwierigen Gebärerfahrungen zugeschnitten. Wenn Du Dich angesprochen fühlst, lass uns reden.

Wenn Du Dich erstmal auf Facebook verbinden möchtest: hier geht es zu der geschlossenen Facebookgruppe „Postpartal“ in der ich kostenlos wertvolle Inhalte und ergänzende Hilfestellung zum Onlineprogramm zur Verfügung stelle.

Ich wünsche mir – sowohl in der Gesellschaft als auch in Fachkreisen – mehr Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema und möchte meinen Beitrag dafür leisten. Damit keine Frau im Stillen jahre- oder jahrzehntelang mit seelischen postpartalen Traumata leben muss.

 

Alles Liebe,

Ewelina

 

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